Jakob Welik Postminister

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Anmeldungsdatum: 16.02.2003 Beiträge: 105
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Verfasst am: 11.Dez 03 21:42 Titel: Fürsten der Finsternis ~ Kalte Rose von Autor Jakob Welik |
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Fürsten der Finsternis
Kalte Rose
Die Saga des Sturms #1
Von Jakob Welik
Wie alles begann …
Vor vielen von Jahren, sind ich und mein Vater durch die Welt gereist. Nach der Suche und dem Gedanken, endlich Frieden zu finden.
Mein Vater war der König von Lim, einer Stadt die von Gottes Händen geschaffen wurde. Viele Möglichkeiten haben wir ausprobiert, um wieder zu ihr zu gelangen, doch dies schien vergeblich. Mein Vater wusste immer schon, das Lim ein Sicherer Ort für uns beide war. Denn ich wurde dort geboren und mein Vater hat mich allein großgezogen. Alles was in seiner Macht lag, brachte er mir bei. Ich staune noch heute, wie er mit all dem Wissen noch am Leben ist. Doch ich muss mich nicht wundern, denn irgendwann werde auch ich, dem Tod nahe stehen.
Es sind achtzehn Jahre vergangen, mein Vater starb an einer Krankheit, die er Krebsatem nannte. Am Sterbebett habe ich merkwürdiger Weise nicht geweint. Ich kann es nicht erklären, aber seit meiner Kindheit weine ich nicht mehr. Vielleicht ist nur mein Herz von der Kälte eingefroren. Und es mir den Duft der Freiheit schenkt und dem Tod, dem tiefen Schmerz in mir.
Nach dem Tod meines Vaters wurde ich zum König von Lim ernannt. Da ich Thronführer der letzte meiner Art war. Sobald ich immer in meinem Sessel saß, konnte ich nicht aufhören an meinen Vater zu denken. Denn vor mir saß er auf ihm.
Bis heute ruhen die Worte meines Vaters in mir.
„Der Thron ist die Lim, die Krone das Herz und du das Leben. Das Leben, das Lim leben lässt. Die Menschen, Elfen, Zwerge und Pilger sind ihre Adern. Bis ein neuer König auf dem Thron sitzt. Doch solange du lebst, wird alles nach deinem Wort, deinem Gefühl und deinem Atem leben ….“
Vor einpaar Wochen kamen Zwerge nach Lim, sie erzählten mir das ein großer Sturm des Toten Windes. Auf dem Weg nach Lim wäre. Er habe schon viele Städte vernichtet, und jetzt sucht er mich.
Denn meine Brüder sind tot, meine Hände ausgetrocknet, meine Augen verfallen, mein Blut verdampft.
Rose
Irgendwo in Niasin lebt ein ganz besonderes Wesen, eines das den Mut und die Schwäche durch den Verlust von Leben – deutlich unterscheiden kann. Obwohl es schon viele Wunden am Körper trägt, hält er den Mut in dem Herzen. Und zeigt keine Schwäche dem vor den Augen stehenden Feind. Schließlich hat er nur eines noch im Leben zu verlieren …
Die Sonne scheint leicht, warm in den Schatten, den ein riesiger Apfelbaum hervor zeigt.
Vor vielen von Jahren hätte er sich so etwas gar nicht erträumen können. Denn damals war dieses menschliche Wesen klein und schwach. Es musste hart arbeiten und der Lohn war, der Tod eigener Eltern.
Langsam machte John seine Augen auf und guckte auf die Sonne.
Viele Farben kreisten sich vor seiner braunen Iris. Schnell suchte er sich ein anderes Objekt, das ihm keine Kopfschmerzen brachte. So suchte er und suchte, … nach kurzer Zeit fand John zwei Büsche, die vier Schritte rechts vom Apfelbaum standen. Sie waren zwar dunkelgrün und Äste ragten aus ihnen heraus. Doch sie waren nicht sein eigentliches Ziel. Nach schnellen Suchen mit seinen Augen, die in der Sonne strahlten. Fand er eine rote Blume, die zwischen den Büschen wuchs. So nahm er sich die Zeit und stand auf.
Nach einigen Schritten nährte John sich ihr und kniete nieder. Sie schien für ihn außergewöhnlich zu sein, denn solch eine Blume hatte er nie zuvor gesehen.
Ihr Körper war grün und trug Stachel auf sich – wohl zum Schutz vor Räuber. Weiter oben bemerkte er einen Schall, der in Ecken geschnitten war.
Der Kopf schien schwer erkennbar zu sein, denn die roten Haare bedeckten das Gesicht. Es waren Blüten die von Innen nach außen guckten.
Seltsame Gefühle umgaben ihn, langsam fiel er in eine andere Welt. In eine wo John noch einmal träumen darf …
Johns Angst
>> Mein Körper friert … meine Augen verlieren langsam den Kontakt zu meiner Welt … langsam … langsam sterbe ich in den Händen meines Feindes. Der mich ein ganzes Leben lang, geschändet hatte. Doch die Zeit wendet sich nicht und das tat sie auch nie, nun muss ich wegen der Ermordung gefoltert und gedemütigt werden. Auf Wiedersehen, … meine Welt … <<, flüsterte ein alter schwacher Mann.
Dessen Gesicht mit vielen Narben bezeichnet war. Seine Augen, fest mit einem dreckigen Tuch verbunden. Die toten Hände waren oben an der kalten Wand, mit schweren Handschällen befestigt. Damit er nicht fliehen konnte. Der ganze Körper trug am meisten Narben, die durch Peitschen Schläge verursacht wurden.
Seit zwei Wochen und vier Tagen, hatte er keine vernünftige Malzeit gehabt. Die ganzen langen Tage trank er kaltes Wasser, aus einem kleinen Becher.
Schrecklich beobachtete eine Wache den damaligen König von Lim. Seine dunkelbraunen Haare, waren mit Dreck und Schweiß bedeckt.
Es schockierte die Wache, ein König gefangen … sein König gefangen. Sie konnte nicht ertragen wie seine Majestät, langsam vor sich verreckt. John sammelte mit letzter Kraft etwas im Mund und rotzte den ganzen Dreck auf die Wache.
Geduldig wartete sie und drehte sich von ihm.
Traurig verschloss er seine Augen. >> Ich kann es nicht glauben … die Wache meines halbtoten Königs zu sein. Es ist so schrecklich, dass ich mich übergeben muss. << Die Übelkeit stieg kriechend nach oben.
>> Oh, nein!! << Sie konnte es nicht aufhalten und lief nach unten zum Becken. Er ließ dabei, seine große Lanze fallen, die klierend auf das Gitter des Gefängnisses fiel.
>> Na? Wie schmeckt dir der Gedanke? <<, fragte John und kicherte. Er guckte sich um und sah eine Ratte auf ihn zu kriechen. Es war `ne kleine mit großen Backenzähnen und zum Teil, mit schwarzen Haaren bedeckt. Sie sah hungrig aus. Gierig guckte sie zu John, dann schrie sie auf ihn.
>> Halts Maul! Du elende, hässliche fette Ratte! <<, schrie John zurück und versuchte auf sie einzutreten.
Doch er schaffte es nicht, sie zu vertreiben und so wartete sie weiterhin auf seinen Tod.
Jetzt fing wieder der Schmerz zurück zu kommen, der in den Händen verschwunden war. >> Aaah! <<, tobte John vor unerträglichen Schmerzen. Nach einigen kurzen Qualen, beruhigte er sich und ließ den Kopf, an die Brust fallen.
Er wurde müde von dem langem sitzen, bei dem er seinen Hintern nicht mehr spürte.
>> Ich glaub, der Tod hat mich eingeholt … <<, sagte er schwer atmend und schlief ein.
Schmerzhafte Vorbereitung
Die heutige kalte und frierende Nacht bettelte vor Durst und Hunger.
So, schrecklich war es noch nie, denn die Soldaten von Lim mussten den alten und waren König den Kopf abhacken. Weil dies der Befehl des neuen Königs Paul von Giesbouhrn war.
Draußen auf dem Marktplatz, bereiteten vier Wachen mit eisernen Schwertern, die Guillotine vor. Im kalten Regen zitterten sie und verheimlichten schwere Angst und Trauer. Die verborgen in Ihnen lag. Jeder von ihnen trug einen Helm aus schlechter Bronze und ein kleines Holzschild, auf dem Rücken hängen. Sie hatten ein bronzenes Schwert rechts am Bein auf einem schwer Sichtbaren Gürtel angelegt. Ihre Kleidung, rein schwarz und auf dem Rücken, war ein Kämpfender Löwe genäht – in weiß.
Die nasse und schleimige Erde, erschwerte ihnen das gehen, deshalb machte sich die Arbeit lang. Doch trotzt des schlechten Wetters mussten sie bis zum nächsten Sonnenaufgang fertig werden. Ein weiterer Krieger beobachtete sie, sitzend auf einem der General Pferde. Er hatte die gleiche Bekleidung an, wie die anderen. Nur dass die Löwen auf seinen Schultern in zum Truppen Führer ernannten. Ein weiteres Merkmal gab ihm den Befehl zu Versklaven.
Denn der Löwe auf dem Rücken, kreuzigte sich mit einer Schwertklinge.
>> Beeilt euch dreckige Hunde! <<, schrie er und ritt mit dem Pferd zu einer nah gelegenen Scheune. Doch sie ignorierten ihn, denn es war ihnen egal. Ob die Arbeit schnell voran ginge oder nicht.
Immerhin schwuren sie Treue dem wahren König von Lim. Das, fünfzehn Jahre lang.
>> Macht schon! Ihr Bastarde! << Er wendete sich ins Innern der Scheune.
>> Diesem Mistkerl werd ich’s zeigen! <<, sagte einer von den im Regen arbeitenden Wachen.
In der rechten Hand, hielt er ein dickes Seil. Dass vier Umbindungen hatte.
Die meisten Menschen in Lim waren klein, da sie wenig zu Essen bekamen oder von den Generationen an klein abstammen. Die Elfen berichteten dass die Hungersnot aus Talehp mit dem Wind zu geflüstert wurde. Von einen Mächtigen Gefolgsmann des Furchtbaren Zauberer, Aggers. Doch obwohl sie unter ihr litten, waren sie im Innern, stärker als jedes andere Oberhaupt. Das auf dem Schlachtfeld erstarrt stand und sich vor der schrecklichen Angst, sich das Herz rausreißen ließ. Denn die Not für sie war ebenfalls ein Krieg …
>> Der Kopf unseres Königs nicht fallen! <<, sagte mit zitternden Lippen. Sie waren von Kälte erstart.
>> Mikles! Reiß dich zusammen … wenn du es jetzt tust, dann werden wir ihn von hier nie wegschaffen können. <<, rief ein anderer der rechts von ihm stand und das Beil schärfte.
Der Truppenführer auf dem Pferd guckte verzweifelt in die Scheune, irgendwie erregte ihn der Verdacht. Sie werde beobachtet. >> Ist da jemand? <<, fragte sie mit einer trockenen Stimme.
In der Scheune war es dunkel und kein Licht brannte im Innern. Sogar das Licht der Nachbarhäuser erreichte die Scheune nicht. Er beschloss sie zu untersuchen und ritt hinein.
Einen Augenblick lang hörte man nur den Regen auf die Häuser und Strassen plätschern. Alle Wohnhütten neben denen sie standen waren mit Laternen umgeben. Ihr Licht, so hell.
Mikles wurde angeregt, etwas zog ihn zu der Scheune. Es war ein seltsames Gefühl. So machte er einpaar Schritte zu ihr.
>> Fehderal? <<, rief Mikles flüsternd nach dem Krieger, der zuvor mit ihm gesprochen hatte. Langsam wurde es doch finster und so drehte Fehderal seinen Kopf zur Scheune. Sein Mund war offen, vor der Aufregung. So ließ er seinem Gefühl die Augen schließen.
Kurze Zeit …
>> Aarhg! << Es hörte sich an als wäre der Hals einer Ratte, gebrochen worden.
Jemand kam lahm aus der Scheune heraus, er bewegte sich ganz langsam auf Fehderal und Mikles zu.
Fehderal öffnete seine Augen … und erschrak sich.
Er sah den Truppenführer tot, auf einem Bekannten, Schulter liegen. Mikles stand auf und ging auf den Matsch entlang auf die Person zu.
Sie hatte eine dunkelblaue Kopfbedeckung, die im Licht schimmerte. Die Bedeckung hinterließ keine einzige Spur, an der Erkennung des Gesichtes. Er drehte sich zum Licht und dabei erkannte Mikles kleine Löcher in der Maske. Mikles erfasste die braunen Augen. Ein annehmbar leichtes Silberschwert hing rechts von ihm, auf einem Gurt. Sein Körper war mit einem schwarzen Umhang verdeckt. Mikles guckte ihn buchstäblich an und erkannte eine goldene Fahne.
Der Bekannte bewegte leicht seine rechte Schulter und der Tote fiel hinunter auf den Dreck, wo er herkam.
>> Wir hatten einen Schwur vor fünfzehn Jahren … da zurzeit Lim von dem Giesbouhrn regiert wird. Lies es nur schwer den wahren König zu befreien, oder Fehderal? << rief die Bekannte Gestalt Fehderal zu.
Sie schien Elfischer Abstammung zu sein. Aber nicht der normalen, der Grausamen.
Fehderal sah einen Moment lang in die Augen der Bekannten Person, dann sprach er leise. >> Also hast du dein Wort gehalten … <<, sagte er beruhigt und setzte fort. >> Jaon. <<
Jaon ein alter Gefährte von John und der beste Freund Fehderals. Nach wenigen Schritten blieb er stehen und trat mit vollem Hass, auf den toten Truppenführer ein. Alle Ratten die in der Umgebung lebten, kamen zu dem großen Blutfest.
Sie griffen brutal die Tote Leiche an – und rissen ihr die Haut vom Leib. >> Komm … wir, haben wenig Zeit! <<, sagte Jaon und trat die Leiche noch einmal. Die Ratten liefen alle weg, sie haben Angst bekommen, sowie Mikles und Fehderal. Als er sich wieder beruhigte, machten sie ihre Prozedur weiter. Diesmal griffen sie Gedärme an.
Er konnte es nicht glauben, Fehderal konnte es nicht. Etwas stimme nicht … er nährte sich der Leiche und erkannte einen tiefen Schnitt, im Kehlen Knochen.
Seltsam …Dachte Fehderal und nahm sie sich genau unter die Augen. Er war zwar immer schon so raffiniert, doch diesmal bringt er mich zum staunen.
Er kratzte leicht mit der linken an seinem Kinn.
Etwas hatte Jaon verändert, vielleicht wegen damals. Als er von der Truppe entsiegelt wurde. Es war bestimmt schwer für ihn. Und jetzt kommt seine Bluttriefende Rache, Rache nach Schmerz und Tot.
Hatte er vielleicht seinen Fuß ins Oberhauptquartier gesetzt? Sowie einen neuen Eid geschworen? Dies blieb ein großes Rätsel, für Fehderal …
Das Blut floss mit den Regenadern auf den Strassen in die Kanalisation hinunter. Sie hatten ihren Hunger besänftigt und sind alle weg gekrochen.
Fehderal kniete sich dem Toten Fetzen, Fleisch und Knochen. Dabei erkannte er einen weiteren Hinweis. Der ihn tiefer in die Schatz Kiste greifen ließ.
Denn die Augen des Toten waren um hundertachtzig Grad verdreht – und die Zunge hing aus dem Mund heraus. Diese Ratten aßen zwar in einer unglaublichen Zeit den Körper auf, doch den Kopf ließen sie heil. Ihnen brachten die Augen Angst ein.
Also war nicht nur der tiefe Schnitt am Kehlen Knochen verdächtig, sondern auch die Augen und die Zunge. Fehderal musste nun zum Schluss kommen. Er nahm sich die Zeit und beobachtete die Augen von Jaon. Immer wenn sich die Iris nicht erstarte, lag eine Lüge in der Luft. Dies lernte er schnell. Ein Feind? Hier? Nein, das kann nicht sein! Er ist mein Bester Freund. So etwas würde er nicht machen! Oder doch? Schließlich ist Jaon mein best …Freund ….
Fehderal, gerat selbst langsam in Verwirrung. So wendete er sich zu Mikles. Mit seinen Augen, die eine Bewegung in den Schatten zeigten. Beauftragte Fehderal, Mikles sich von hier rasch zu verabschieden. Mikles machte einpaar Schritte von Jaon und Fehderal versteckte seine linke Hand hinter der Rüstung.
>> Fehderal? Es ist lange her. <<, rief er zu ihm und sah die linke Hand verschwinden.
Mikles ging weiter weg von ihnen und schaute ängstlich zu Fehderal hinüber.
Nach kurzer Zeit …
Sah Fehderal und Jaon wie Mikles sich mit den anderen davon schlich.
>> Ist etwas mit ihnen? <<, fragte Jaon. Er ließ immer noch nicht die Hand aus der Sichtweite.
>> Nein. Sie haben noch etwas anderes zu erledigen. <<, stammelte Fehderal und griff fester nach etwas, in der Rüstung.
Sie verschwanden, in der Dunkelheit des Marktplatzes. Der Regen floss immer noch im Strömen, das war kein Guter Tag, heute.
>> Fehderal … <<, sagte er leise und setzte fort.
>> damals, als wir uns zum ersten Mal getroffen haben. Spürte ich in dir, keine Kraft der Zerstörung. Sondern eine der Freundschaft. Doch dies war damals, du weißt selbst, er hätte mich nicht entsiegeln dürfen. Das brachte uns nur weiter auseinander. Als ich keinen Kontakt mehr mit dir aufnehmen konnte, beschloss ich dich ausfindig zu machen. Ich wollte wieder dein Freund sein, … verstehst du Fehderal? Kannst du meine Entschuldigung akzeptieren? <<
Er drückte seine Faust so kräftig zusammen, dass die Knochen weiß wurden.
>> Nein! Ich kann dir nicht verzeihen. Nicht nach all dem was du angerichtet hast! <<, schrie Fehderal und drehte sich zu ihm.
>> Ich habe nur Befehle ausgeführt! <<, sagte Jaon flennend.
>> Befehle? Du meinst die unseres Feindes?! Nicht die dir John erteilt hatte! << Fehderal spürte Zorn in sich aufsteigen.
>> Johns Befehle waren leere Flüche! <<, sprach er laut, da der Regen seinen eigenen Ton hob. Musste Jaon seine Stimme heben.
>> Freunde? Wir waren nie richtige Freunde, Jaon. Freunde halten zusammen, dies tast du für mich, aber nicht für die anderen. Sie waren auch Freunde sowohl für mich und dich … << Fehderal unterbrach sich selbst und schüttelte den Kopf.
>> Die nennst du Freunde, dass sind elende Bastarde! Sie wollten nur, uns in eine Falle kriechen sehen und dann zuschnappen. << Jaon wurde langsam nervös, seine Hände zitterten.
>> Du hast John nie richtig verstanden, Jaon. Und somit die wichtigste Lektion des Fürsten verhört. <<
>> Welche Fehderal? Sag sie mir. <<, sagte er und blieb stumm da stehen.
>> Auch der beste Freund, ist der größte Feind. Egal wie tief er sich für dein Ich einsetzt. Er bleibt immer der Schatten, wenn er die anderen nicht akzeptiert. <<
>> Da muss ich John recht geben, … aber … du sollst wissen. Das ich für dich sogar mein Leben opfern würde. Damit du mir einmal noch in die Augen schaust und sagst, wie damals. > Zum Glück haben wir uns wieder gefunden, mein Freund <. <<
Fehderal konnte den Inneren Schmerz nicht mehr ertragen. Tut mir Leid, Fremder.
Langsam zog er einen Dolch, dessen Griff Ende aus einem Drachen Kopf bestand. Und der Griff selbst war der Hals. Es war eine Doppel Klinge aus reinem Zwergen Silber, mit einem Muster der Drachenflügel. Jeder der ihn bei sich trug, wusste den Tod in seinen Händen, persönlich zu haben.
Es ging ganz schnell. Fehderal zuckte mit der rechten Schulter und täuschte ihn, dann ergriff er so die Möglichkeit mit der linken Hand den Drachendolch zu werfen. Doch Jaon ließ sich nicht täuschen und beobachtete den Becken. Er war schon immer ein hinterlistiger Kämpfer gewesen. Mit einem mächtigen Schwung, warf Fehderal den Dolch auf Jaon und setzte dabei seinen Becken für die ganze Geschwindigkeit ein. Dies brachte ihm John bei. Fehderal hatte zuvor vergessen dass Jaon ebenfalls ein Schüler von John war. Und somit er einen sehr schnell zu durchschauenden Fehler machte.
Das Laternenlicht spiegelte sich von der Klinge ab und Jaon sah dies. Sofort machte er einen Schritt nach rechts und drehte sich mit dem Brustkorb nach links. Seine Augen sahen immer noch zu Fehderal. Er beugte sich leicht nach hinten.
Fehderal sah den Schritt von Jaon, doch er hatte seinen Dolch schon geworfen. >> Tha! << Der saß tief in der Wand, der Scheune. Bis zum Griff saß er drin, weil der Regen schon seit Tagen die Scheunenwand bewässerte.
>> Mist! Verfehlt <<, fluchte er und setzte fort.
>> Also hat dir Gott eine Chance gegeben. <<
Jaon stellte sich wieder normal hin und schüttelte den Kopf. >> Das war nicht Gott, Fehderal. Ich allein hab dieses Wunder vollbracht. <<, sagte er enttäuscht.
>> Es tut mir leid. Aber die Zeit eilt und für dich hab ich keine mehr. <<, sagte Fehderal und lief weg. Wo auch die anderen hin gelaufen sind. In die Dunklen Seiten des Marktplatzes.
>> Wir werden uns wieder sehen. Und die Zeit mein Freund, wird nicht schneller als ich sein. <<, sagte Jaon leise und verschwand in der Scheune.
Der blutende Morgen.
Ruhig, schliefen die Bewohner von Lim. Bis der Hahn seine Flügel spreizte und den Hals lang machte. Nach einer kurzen Zeit, nahm er tief Luft in sich und schrie sie mit einer groben Stimme heraus. >> Kirkerriki!!! << Ein dicker Mann, lag in seinem Bett. Es war der Besitzer des Hahns, er wachte mit noch schläfrigen Augen auf. Und nahm seinen Stiefel in die Hand, den er auf das Fenster warf, wo sich der Hahn befand.
Der eiserne Stiefel traf den Hahn und der flog vom Fenster, hinunter auf die Strasse von Lim.
>> Endlich! Kann ich weiter schlafen. <<, sagte er und legte noch eine kurze Pause ein.
Wachen von Lim, patrouillierten die Strassen, sie haben nämlich Verdacht geschöpft. Das Freunde von John, sich hier in der Stadt aufhalten, und somit einen Ausbruch des Königs planen.
Ein alter Krüppel, mit langen grauen Haaren, ging auf seine Scheune zu. Er hatte nämlich etwas Glänzendes gesehen. Das sich durch die Sonne, in der Wand spiegelte. Seine Schritte waren nicht groß, doch er selbst schien früher ein Athlet gewesen zu sein. In der rechten Hand hielt der Krüppel einen mittleren Stock, mit dem er sich einigermaßen, vom stürzen halten konnte.
>> Was ist das? <<, fragte er sich als er neben dem glitzernden Gegenstand stand.
Eine Wache ging hinter ihm vorbei, sie bemerkte dass der Krüppel, auf etwas starrte. Ihr entging die Neugier nicht und so nährte sie sich ebenfalls der Scheune.
Der alte Mann bemerkte den Schatten der Wache und griff schnell nach dem Gegenstand. Als er es ergriff, spürte der Krüppel, eine Form auf ihr. Sie war wirklich außergewöhnlich, denn einen solchen Griff hatte er nie zuvor in der Hand gehabt. Er wollte es heraus ziehen, doch dies bereitete ihm ein Problem. Denn durch den Gestrigen Regen, zog sich das Holz zusammen. Und es ließ nur schwer, Gegenstände von sich zu entfernen.
>> Hmmrr! <<, er ärgerte sich.
>> Was machst du da?! <<, fragte die Wache. Der alte Mann blieb steif stehen. Obwohl ihm es der Rücken nicht erlaubte. Stand er erschrocken da.
>> Nimm deine Hände davon, alter Mann! <<, sagte die Wache und zog langsam, ihr Schwert aus der Scheide. Er hörte dies und ließ es los.
>> Ich wollt nur sehen was es ist? Denn schließlich steckt es in meiner Scheune. <<
>> Wie gesagt, nimm deine Hände davon! <<, sagte sie wütend und richtete ihr Schwert auf den Hals, des Krüppels.
Als die Wache einen Schritt zu dem alten Mann machen wollte. Blieb sie selbst steif und erschrocken stehen. Denn jemand tat dasselbe mit ihr. Nur dass ein Dolch an seinem Hals war. Er spürte einen kräftigen Arm, um die Hälfte des Halses.
>> Lass dein Schwert fallen, Blechbüchse!
Und somit den alten Mann in Ruhe. Wenn du dies nicht tust … dann bin ich gezwungen, dir dein Leben zu nehmen. <<, flüsterte eine trockene Stimme, ihm ins Ohr.
>> Schon gut! <<, sagte er ängstlich und fügte hinzu. >> Ich hab ihm nichts getan. << Dann ließ er sein Schwert fallen.
>> Heb das Schwert auf, alter Mann. <<, sagte er.
Der alte Mann ging zu dem Schwert und hob es mühsam auf.
>> Jetzt gehen wir in die Scheune. <<, sagte er, zu der Wache und schubste ihn hinein.
Schnell entzog er sich dem Licht und verschwand mit ihr in der Dunkelheit. Der alte Mann hatte Angst bekommen und wollte schnell den glitzernden Gegenstand herausziehen. Doch bevor dies geschehen konnte, griff der Fremde nach ihm und zog es heraus.
Der alte Mann versteckte das Schwert, der Wache hinter seiner Bekleidung und ging mit schnellen Schritten nach Hause.
Die Guillotine war bereits fertig gestellt und das Beil geschärft oben hing. Ein Seil, an dem das Beil befestigt war, verknotete sich mit dem anderen Ende, an einem Hacken – der an der rechten Seite der Guillotine fest gehämmert war.
Der dicke Henker stand in der Schmiede und ließ die Axt, von dem Schmied schärfen.
Seine Augen zeigten, eine persönliche Ausstrahlung für die Gier, dem Tod einen Schritt zu gewähren.
>> Wann wirst du fertig sein? <<, fragte er mit vollem Mund. In dem ein ganzer Apfel sich befand.
>> Ich weiß nicht. Komm in zwei Stunden wieder. <<, sagte der Schmied und trocknete mit der Hand, den dreckigen Schweiß auf seiner Stirn. Er kaute den Apfel in kleine Stücke und schluckte ihn runter.
>> In Ordnung! Werd dann später hier noch mal vorbei gehen. <<, er schluckte die Reste Ganzweg und setzte fort. >> Vergiss nicht, unser König wartet nicht gern! << Er setzte Schritt für Schritt gewagt an die Strasse. Und hielt stolz sein Gewicht, im perfekten Gleichgewicht. So marschierte er in die Burg.
Menschen gingen neben der Guillotine vorbei, manche beteten voreilig. Andere schwiegen. Die Älteren fluchten über den König, den jetzigen.
Kinder spielten verstecken neben ihr. Als dies der Schmied sah, verscheuchte er sie. Da die Guillotine, scharf genug war. Um durch jeden kleinen Fehler von alleine zu fallen. Dann machte er sich wieder an die Arbeit. Es war ein mittlerer Mensch, der aus der Elfenstadt entflohen ist. Weil sie seine Waffenkunst Verabscheuteten. Schließlich nahm er dann seinen eigenen Weg, und errichtete mit ein paar Zwergen, eine der besten Schmieden in Lim. Der Lohn des Königs betrug hundert Avelin, monatlich. Nicht viel, aber auch nicht wenig. So konnte er seine Mitarbeiter bezahlen, und durch den Rest ein leichtes Leben führen.
Er guckte auf die Burg, von der aus die Sonne ihre Strahlen verteilte. Da sah er einen Mann auf ihn zugehen. Auf seinem Haar war ein Tuch umbunden. Als er immer näher kam, konnte der Elf, langsam sein Gesicht erkennen. Es war ein Feind, der wagte alleine durch Lim zu ziehen.
Der Elf guckte ihn ängstlich an, er schien zu wissen wer es war.
>> Wie geht’s dir Gottlieb? << fragte die Bekannte Gestalt. >> D … du! Bist … <<, seine Lippen zitterten vor Angst, doch er fügte hinzu. >> De … dei … dein Name … ist Jaon. Der schwarze Elf. << Es war schwer für ihn dies auszusprechen.
>> Beruhig dich mein Freund. Keine Angst, ich werde dir nichts tun. Sag mir nur, wo du die Waffe des Henkers hast? <<, fragte Jaon und sah auf die Axt in den Händen von Gottlieb. >> Ist sie es, die du in den Händen hältst? <<
Der Elf guckte auf die Axt, dann schnell auf Jaon. Er hatte Angst die Wahrheit zu sagen. Doch sie musste raus. Schließlich wusste er nicht, ob ihn die Lüge am Leben lassen würde.
>> Ja, die hat er vor kurzem mir zum schärfen gebracht. <<, er schaffte es seine Angst zu verschlucken.
>> Dann gib sie mir. <<, flüsterte Jaon ihm zu.
>> Aber ich krieg, Ärger von den Wachen, Jaon. Vielleicht willst du etwas anderes? Eine andere Waffe? Oder Klinge? <<
>> Versuch mich nicht in Verwirrung zu bringen, du weißt was passieren kann? <<, sagte Jaon zornig.
Der Elf rückte ihn schnell die Axt und senkte den Kopf.
>> Das ist für dein Tun, und schlechtes Benehmen. <<, sagte er zufrieden und ließ einen Beutel Avelin, in seine ausgestreckte Hände fallen.
>> Danke! Danke Jaon, ich werde deine Güte nie vergessen! <<, er nickte mit dem gesenkten Kopf.
>> Keine Ursache … Gottlieb. <<
Er drehte sich um und ging ebenfalls in die Burg. Wo der Henker hingegangen ist.
Die Zeit nahm heute viel von sich, und so drohte der Augenblick der Stunde zu schlagen.
Langsam versammelten sich die Bürger von Lim, auf dem Marktplatz, einige liefen neugierig auf den Platz wo die Guillotine stand zu. Andere gingen mit Schmerzen in ihrem Herzen. Manche wollten erst gar nicht und blieben daheim, doch solche gab es wenig.
Klopf! Klopf! Jemand stand an der Tür und klopfte unerwartet an ihr.
>> Wer ist da? <<, fragte eine Stimme. Er riss dem gebratenen Schwein ein Hinterbein heraus, und bis kräftig zu. Seine Schnauze und Hände waren fettig. Er konnte nur schwer etwas sagen. Deshalb blieb er sitzen und aß weiter das Bein auf.
>> Hier ist ein Brief von der Küche! <<, sagte eine lieblichmännliche Stimme.
>> Küche?! Warte ich komm gleich! <<, er kaute schnell das was sich schon im Munde befand, zu ende. Dann stand er mit seinem dicken Hintern auf und ging auf die Tür zu. Mit dem Gesicht nährte er sich der Tür, wo ein quadratisches Loch war. Wodurch man es von Innen des Zimmers, schließen und öffnen konnte.
Er schob es zu Seite und guckte hindurch.
>> Ja! Was wollt ihr? <<, fragte er und guckte den Koch, mit schielenden Augen an.
>> Ich habe hier ein Geschenk, von unserer Küche, da Sie heute von uns schon so viel bestellt haben. Kriegen Sie ein weiteres Saftiges Schwein. <<, sagte der Koch und guckte besorgt auf den Boden.
Man hörte >Klick! <. Wie der Mann den Schlüssel nach links betätigte. Dies gab ein Signal, für Vorsicht!
Noch einmal drehte er den Schlüssel nach links. Dann verschob er den Holzquadrat und schliesste das Loch, zum gucken. Er hörte wie eine Kette aufgehoben wurde. Die Angst schien den Koch, in diesem Moment gewaltig zu umarmen und er fing an davor zu schwitzen. Langsam ging die Tür auf.
Ein kräftiger Tritt, mit einer gewaltigen Schnelligkeit, landete in der Fresse des Henkers. Und er fiel mit seinem Mächtigen Gewicht auf den Holzboden.
Genau da wo sich die Küche unter befand. Unten wurde hart gearbeitet, für den Fest, der den alten toten König bestimmt worden war. >> Was war das?! <<, schrie der Koch, unten in der Küche.
>> Der Henker ist wieder einmal, von seinem Stuhl gefallen! <<, sagte einer der Mitarbeiter.
>> Der krieget wohl nie genug! <<, antwortete der Koch Chef und fing an wie ein Schwein zu lachen.
>> Harharg!!! <<
>> Auuh! <<, sagte der Henker verwirrend und schüttelte im Liegen den Kopf. Die Gestalt trat den Koch ebenfalls hinein und machte die Tür zu.
Flink holte sie ihr Schwert aus der Scheide und stach mit der Klinge, in den Hals des Henkers. >> Argh! <<, schrie er sein letztes Wort in den Wind. Der es dann niemanden zum Gehör brachte, außer dem Koch und dem Mörder.
>> Was wollen Sie von mir? Ich habe Ihnen nichts getan! Bitte lassen Sie mich am Leben! Ich habe Frau und Kinder. Bitte, im Gottes Namen. <<, flehte der Koch ihn ängstlich an. Er stützte sich an dem Stuhl des Henkers ab, um nicht vor Angst hinunter zu fallen.
>> Du bittest um Gnade wie ein Schwein. Halts Maul! Oder ich werde dich in Stücke schneiden, und es denn König servieren! <<
Der Mörder zog den Henker nackt aus und nahm die Sachen an sich. Langsam beruhigte sich der Koch. Er hob die Leiche des Henkers auf und versteckte sie in einem Schrank.
Der so groß wie der Henker selbst war.
>> Ausgezeichnet! Das dicke Schweinchen passt genau, hier rein! <<
Dann streckte er das Schwert dem Koch, vor die Augen. Doch der fing vor Angst zu weinen und bettelte vor Gnade. >> Bitte, im Gottes Namen! Ich werde Sie keinen verraten. <<
Langsam hob er die Klinge höher, zu der Stirn. Er sah wie der Koch jammerte, nicht erstochen zu werden.
Sie nährte sich ganz langsam der Stirn, und das Blut des Henkers, wurde immer rötlicher. Für den Koch, er konnte nicht mehr. Sie berührte seine Stirn und das Blut fing an zu tropfen. Es landete auf seinem Kittel und er schloss seine Augen. Es war schrecklich …
Die Tür ging zu und der Mörder verschwand so wie er hinein gekommen war.
Ein Abschied für immer?
Die riesige Menge von Pilgern und Reichen standen auf dem Marktplatz, sie alle warteten geduldig. Auf Johns Tod. Manche von ihnen waren gierig darauf zusehen, wie sein Blut den Boden beschmutzt. Doch andere hofften um Vergebung – die nie zustande kommen würde.
Es gab immer den ersten Schritt, der vor dem Tod kam. Den der König von Lim, Paul von Giesbouhrn machte. Da heute sozusagen ein Festtag war, kam der König mit einem goldenen Umhang, auf dessen Rücken ein silbernes Emblem war. Eine Krone aus Gold, auf dessen Spitzen, Kristallkugeln in der Form eines Schmetterlings befestigt waren. Wenn man genau hinschaute, konnte man einen kämpfenden Löwen auf dem Emblem erkennen. Vor dessen Gesicht drei Sterne, von oben nach unten in der Reihe genäht waren – wohl sehr selten. Da so etwas nur ein König von Lim tragen durfte.
Er hatte einen langen grauen Bart, der ihm bis zu den Schultern reichte. Seine schmalen blauen Augen wurden von den leicht braun-grauen Haaren verdeckt. Eine kurze Nase mit einer hochgezogenen Spitze, trug er auf seinem menschlichen Gesicht. Er war sehr muskulös, aber dafür auch klein. Ungefähr ein Meter dreißig. Sein Gesicht ähnelte sich einem Elfen, doch das Blut, was in ihm floss, war menschlicher Abstammung.
In Wirklichkeit kam er nicht aus dem Land, das er jetzt regieren sollte. Nein. Paul wurde König weil er dies durch schrecklichen Betrug erreichte.
Mit langsamen Schritten ging er auf den königlichen Stuhl zu, der nicht weit von ihm stand. Die Menge wartete still vor seinen Augen, die sich immer kurzzeitig zum Stuhl wendeten. Paul wurde schneller und setzte sich schuldig hin. Seinen Kopf lies er sanft auf die Brust fallen. Und hob ihn wieder in die gerechte Stellung. Er sah rüber zu den Menschen, Zwergen, die ihr Bier tranken. Und zu den wenigen heute erschienenden Elfen. Dann guckte er scharf nach links, wo auf einem neben ihm stehenden Stuhl, eine Frau saß.
Ihr Gesicht wurde von einem schwarzen Tuch versteckt, sowie der Rest des Körpers. Paul versuchte ihr in die Augen zu schauen, leicht beugte er sich nach vorn und konnte sie nun in ihrer wahren Form sehen.
Es waren blaue Augen, dessen Abstammung rein Elfisch war.
Paul ließ sich nur wenig Zeit und setzte sich wieder gerade auf seinen Stuhl.
>> Wir sind soweit. <<, sagte sie mit einer leisen kalten Stimme. Er schaute noch einmal zu ihr rüber und schüttelte seinen Kopf. Sie bemerkte das schütteln nicht, weil sie die ganze Zeit auf das Volk guckte.
Der Henker kam näher zum König und flüsterte ihm etwas ins rechte Ohr. Dann nickte der König und der Henker ging zur Guillotine.
>> Es kann beginnen … <<, flüsterte er die Worte der plötzlichen Vergebung. Doch dies schien einwenig zu spät gekommen, zu sein.
>> nun … <<, er drückte seine rechte Hand zusammen. >> ich denke wir können anfangen! <<, sagte er laut, so das es jeder hören konnte. Und sein Volk wurde unruhig.
>> Kwin dèe sen. <<, sagte die schwarz bekleidete Frau `Hab keine Angst` und guckte ihm in die Augen.
Vor wem, John? Ich habe keine Angst vor ihn. Mich beunruhigt nur etwas. Mein altes und schwaches Herz, bereitet mir große Sorgen. Aber ich kann auch keinen Schmerz verspüren, seit über vierhundert Jahren. Flüsterte Paul und machte seine Augen zu.
>> Er war so schön, früher … . Ich kann mich noch erinnern, wie ich John damals als kleines Kind durch diese riesige frisch wachsende nach Leben duftende Landschaft begleitete. Sein Gesicht strahlte vor Freude. Es tut mir leid, doch dies werde ich nie vergessen können. Auf Wiedersehen. John. … <<
Paul machte seine Augen auf und sah den erwachsenden John angekettet stehen. Sein Kopf schaute nach unten zum Boden, er versuchte alle Menschen, Elfen und Kobolde zu ignorieren – und dies geling ihm. Denn er war allein.
>> Macht schon, ich will ihn bluten sehen. Und seinen Kopf rollen. <<, sagte ein dicker Pilger, der wie ein Verkäufer aussah.
>> Ja! Hackt dem Verräter den Kopf ab! <<, schrie eine Frau, die sich in seiner Nähe befand.
Die meisten von ihnen konnten es nicht aushalten und warteten gespannt, wie Johns Kopf, den Boden Lims beschmutzt. Mit dem Blut Lims. Der Rest stand still schweigend in der Nähe und trauerte um sein Land. Es war ein schreckliches Urteil über Schuld und Unschuld. Das den meisten den Kopf zerbrach.
Der Henker nickte zu einem vor ihm nicht weit stehenden Soldaten und erteilte somit den Befehl, John zu der Guillotine zu bringen.
Jetzt war es nun soweit, der Tag der Abrechnung ist gekommen.
>> Macht das Tor auf!! <<, schrie der angesprochene Soldat. Nach seinem Schrei wurde ein großes Gittertor, hinter ihm hoch gekurbelt, und alle guckten in die Dunkelheit. Die der König als erster schon bemerkt hatte.
Trauert nicht um mich …
Langsam verschwand sie nach oben und seine Augen folgten ihr. Nun drang Licht in den finsteren Schatten. Trauer umfiel ihn plötzlich, denn er vermieste seine Freunde, die er schon seit vielen langen Tag nicht gesehen hatte. Der Gedanke allein in der Dunkelheit ließ ihn nicht los, denn dies war der Moment der schweigenden Stunde.
Trotz all dem was er überlebt hatte, brachte ihm dies mehr Angst ein.
Langsam bewegte er seinen Kopf nach links und dann rechts. Wobei er bemerkte, dass man ihn von allen Seiten umstellt hatte und er keine einzige Chance zu fliehen bekam. Mit seinem jetzigen Zustand? Wohl kaum. Denn John schleppte einen fast ausgehungerten Magen mit sich. Dessen Vorstellung seine Fantasie spielen ließ und ihm verrückte Fragen stellte. Von den Soldaten fliehen? Sich versuchen doch noch zu wehren? John hatte sie alle nur mit einer einzigen Antwort kontaktiert. Ich habe keine Kraft.
>> Los beweg dich. <<, sagte der Soldat von links. >> Du verschwendest nur Zeit mit ihm, Kanji! <<, antwortete ihm der rechte.
>> Zeit? Welche? Du meinst wohl die die wir nicht mehr haben werden, wenn sein Kopf den Boden Lims berührt … <<
>> Sei still!! <<, warnte ihn wieder der rechte.
Als dies der König zu Ohren bekam, guckte er blitzartig auf den linken Soldaten.
Doch der versteckte schnell sein Gesicht im Schatten und schaute auf die Menge, die auch ihn und John beobachtete.
Er war nicht sowie alle anderen … etwas brachte seine Bekleidung als Soldat von Lim in Verwirrung. Denn seitlich von der Rüstung hing ein roter Stern, der aus Seide geflochten war. Um den Stern klammerten sich gelbe Kreise, in der Größe eines halben Ringfingers.
John versuchte noch einmal irgendwie ihn seine Augen zu schauen, doch dies Misslang ihm.
Schrecklich … war diese Wache doch ein Freund? Oder nur eine Täuschung? Seltsam. Etwas führte John ins Ungewisse und zum nachdenken, er guckte zum rechten herauf. Der dem einen verboten hatte zu sprechen, doch er selbst guckte kurz zu John runter und dann auf die Menschen.
>> Na los! <<, schrie der linke und sie beide gingen mit John auf die Guillotine zu.
Johns Kopf war nach unten gerichtet und seine Augen beobachteten jeden Schritt den er machte.
Als er den kurzen Tunnel mit den Soldaten verließ, guckte John zuerst auf die Menschen. Irgendwie empfand er Hassgefühle für sie, und den ganzen Rest, der heute versammelt war.
Manche waren erschrocken und andere lachten, viele sogar von ihnen hatten Angst, als sie John angesehen haben. Doch nicht vor einem schwache, halbtoten Gefolgsherrn, einem König, einem Verräter … . Mit langsamen Schritten ergriffen seine müden Beine die Straßen von Lim, dessen Gewalt man in den Adern (Steinen) Spüren konnte.
Er guckte mit halb gesenktem Kopf nach rechts, dort standen Pilger und Knechte. Ihre Gesichter sahen traurig aus – von denen die hinter den vorderen standen. Recht arm von denen. Dachte John, als er die vorderen ansah. Dann hob er seinen Kopf und guckte zu den weit weg stehenden, die von weiten ihn verabscheuten. Ihr Ratten! Blutsauger! Dachte John, plötzlich begannen seine Finger zu zittern.
Eine Frau guckte mit ihrem Kind auf den Händen zu John. Er sah müde und hungrig aus. Doch sie hatte kein Erbarmen und rotzte ihm ins Gesicht, als die Spucke sein linkes Auge traf, trocknete er es mit seinem Ellbogen.
>> Du machst einen großen Fehler! <<, sagte John zu ihr. Doch aus irgendeinem Grund wurde sie wütender und wollte John treten. Kanji bemerkte sie und bevor der Tritt landen konnte, hielt er sie von ihm.
>> Aaah! <<, sie kreischte vor versagen.
Paul von Giesbouhrn bemerkte den kleinen Streit und sprach zu der Frau, die neben ihm saß.
>> Vor dem Tod, sollte man alle Sachen erledigen. Denn in der Hölle warten noch mehr auf einen. <<
>> Seine Zeit ist gleich vorbei. Herr von Giesbouhrn. Lassen sie uns diesen Moment genießen. Oder es wird uns irgendwann heimsuchen <<, und lachte grässlich über ihre eigenen Worte.
Paul fing nach einem kurzen Moment, ihr Lachen zu genießen und lachte mit ihr.
Sogar John guckte zu ihnen auf und wurde wütend. Sein einziger Gedanke bestand darin, den König zu erwürgen. Doch dies würde er sowieso nicht packen können, deshalb blieb er ruhig und beherrschte sich.
Bis zum Tod fehlten noch einpaar Schritte, denn er stand neben der Guillotine.
Ein Priester und der Henker warteten oben auf John, aber er wartete nicht auf den Tod, sondern auf seine Freunde.
Freunde? Hab ich etwa noch welche auf dieser Welt? Nein! John machte für einen Moment seine Augen zu. Wieso rede ich mir nur so etwas ein? Langsam verstand er den Platz im Leben.
Der Tod war nur dafür da, einen Verrückt zu machen und sich als Schuldigen zu bekehren. Er fing an zu verstehen dass das Leben das Einzigartige auf dieser Welt war. Das ihm geschenkt wurde und deshalb er es in jedem Falle verteidigen sollte. Egal wie. Egal mit was. Denn es war ein Geschenk, das einen Glücklich machte.
John öffnete langsam seine Augen und guckte noch einmal zum linken.
Kanji? Ich erinnere mich allmählich an den Namen … Kanji, Herr der Klingen. Sein Gesicht bekam ein Lächeln. Kanji drehte sich ebenfalls zu John und sah ihm verzweifelt in die Augen.
Ihr seid gekommen um mich zu befreien. Und das macht mich in dieser Stunde so Glücklich.
Kanji, Herr der Klingen. Ein Mörder ihr? So etwas ist nur ein Wort. Sagte John leise.
>> Habt ihr etwas gesagt … John? <<, fragte ihn Kanji und beobachtete jede Augen Bewegung, die er machte.
>> Nein. <<, antwortete John, mit gesenktem Kopf.
Langsam erstieg John die acht stufige Treppe. Als er die erste mit seinem rechten Bein ertastete, spürte er Angst. Angst vor dem Tod? Oder vor dem Sterben? Nicht der Tod selbst ist schrecklich, sondern der Weg zu ihm. Dies sagte ihm sein Vater.
Die Qual selbst löscht das Licht der Kerze aus und führt uns in eine andere Welt. Dort wo wir unseren ewigen Frieden finden. Verzeih mir Vater. Sprach er leise. Drei. Mutter …? Fünf. Lim, verzeiht mir … dass ich nicht helfen konnte. Acht. Er war nun angekommen, an seinem letzten Weg.
Ein Priester stand neben der Guillotine und wartete geduldig auf John. Er hatte eine miese Fratze und schwarze Sachen an seinem Körper. Ein dickes Buch in seiner linken und die rechte hinter einem Tuch, das um seinen Körper an der Brust umbunden war. Die dicke Nase mit den großen Pickeln, zeigte die Sauberkeit an seinem Körper. Denn sie war rot und stank. Als John sich dem Priester nährte, roch er einen üblen Gestank aus dem Mund des Priesters, der ihn überwältigte.
>> Iss mal einen Apfel! <<, sagte John und lehnte sich leicht zurück.
Man könnte denken die Ratten würden ihn lieben. |
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